Sprachförderung

In unserer Tageseinrichtung gehört die Sprachförderung zu einem besonderen Schwerpunkt.

Das Wichtigste ist, den Kindern
die Freude – den Spaß an der Sprache zu vermitteln.

Sprachförderung in unserer Einrichtung
In unserer Einrichtung beginnen wir jeden Morgen mit einem Morgenkreis.

Die Kinder sind in unserer Einrichtung mit 2-6 jährigen Kindern zusammen und kommunizieren miteinander.
Dabei lernen die Kleineren von Größeren, und gleichaltrige Kinder konkurrieren untereinander.
Es werden Themen besprochen und uns ist es wichtig, dass die Kinder Spaß und Freude an der Sprache spielend erlernen.

Anschließend werden während der Freispielzeit die Themen in den einzelnen Schwerpunktbereichen vertieft.

Im Abschlusskreis findet noch einmal ein kommunikativer Austausch statt.

Die Förderung der Sprache gliedert sich in drei Bereiche:
Beispiel: „Die Kinder lernen das Wort Obst kennen!“

  • Das Lernen am Modell. Die Kinder lernen verschiedene Obstsorten kennen, indem sie diese betrachten, fühlen, benennen, riechen, schmecken usw.
  • Das Erlernen der Sprache in Alltagssituationen und im Freispiel. Die Kinder kaufen Obst auf dem Markt oder pflücken Obst im Garten des Kindergartens. Anschließend bereiten sie einen Obstsalat zu.
  • Die gezielte Förderung der Kinder in einem gelenkten pädagogischen Angebot.Die Kinder lernen ein Kreisspiel, Lied, Bewegungsspiel oder ein Fingerspiel vom Obstsalat. Es werden Bild- oder Bilderbuchbetrachtungen durchgeführt.

Zusätzliche Maßnahmen:

  • Alle vierzehn Tage besucht uns eine Lesepatin, die in Kleingruppen unseren Kindern Geschichten und Bilderbücher vorliest.
  • Regelmäßiger Besuch der kath. Pfarrbücherei. Unsere angehenden Schulkinder erhalten dort einen Leseausweis.
  • jährliche Buchausstellung in unserer Einrichtung
  • Musikprojekt für unsere angehenden Schulkinder. Dieses findet in Kooperation mit der Grundschule statt. Eine Brücke des Lernens zwischen Tageseinrichtung und Grundschule.

Ziele der Sprachförderung:

„Das Kind da abholen, wo es steht,
dahin bringen, wo es hin möchte,
seine Schwächen beheben,

wo es geht, und seine Fähigkeiten fördern!“
(Maria Montessori)

Diesen Leitsatz befolgen wir und holen das Kind dort ab, wo es steht.

Die Sprachentwicklung eines Kindes beginnt bereits vor der Geburt und ist ca. im 5 – 6 Lebensjahr im Wesentlichen abgeschlossen. Hier wird es deutlich, wie wichtig die Sprachförderung ist.

Da jeder Mensch ein Individuum ist, hat jeder seinen eigenen Rhythmus.
Nach ihrer jeweils eigenen inneren Uhr erwerben die Kinder Sprache und es kann immer Abweichungen geben.

Durch Beobachtungen, Gespräche mit den Kindern und Eltern können wir den Sprachstand des Kindes feststellen. Wir dokumentieren, was die Kinder schon können und wo sie sich evtl. sprachlich schwer tun.

Förderung muss beginnen, bevor Probleme entstehen!
Die frühen Grundmauern der Entwicklung werden schon vor dem Kindergarteneintritt gelegt. Das Richten der Aufmerksamkeit, das Erkennen von Ordnung und Reihenfolge, das Situationsverständnis und ein beginnendes Sprachverständnis sind wichtige Elemente des Fundaments für die Kommunikationsentwicklung. Auf ihnen basieren die sprachlichen Fähigkeiten, die die Kinder während der Kindergartenzeit entwickeln und erwerben. Diese „Mauern“, Lautsystem, Grammatik, Wortschatz, Sprachverständnis etc., müssen so stabil sein, dass sie die Grundlage für das Lesen- und Schreibenlernen bilden können.

Die wichtigsten Ziele der Sprachförderung:

  • Sprechfreude wecken und fördern
  • Sicher werden im Umgang mit der Sprache
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Sprache als Mittel, um sich mitteilen zu können bzw. um Gefühle auszudrücken
  • Interesse wecken für andere Herkunftssprachen
  • Grundwortschatz erhöhen und die Vielfalt der kindlichen Ausdrucksfähigkeit steigen